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News • 12.07.2022

Neu im Deutschen Museum – eine weitere
Gestaltung aus Carbonbeton

Seit wenigen Tagen ist das Deutsche Museum nach einer Generalsanierung mit 20 neuen Ausstellungen wieder eröffnet. Dazu gehört auch der „Brücken und Wasserbau“ und dort befindet sich jetzt eine speziell angefertigte Konstruktion des Preisträgers des Deutschen Zukunftspreises Prof. Manfred Curbach. Er wurde mit seinen Kollegen Offermann und Cherif bereits 2016 für die grundlegende Arbeiten zum Carbonbeton mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet.

Ein faszinierendes Material, das seine wesentlichen Eigenschaften, Formbarkeit, Leichtigkeit und Eleganz in dieser „CarboLight-Brücke“ zeigt – sie vereint schlankes Design mit Ressourceneinsparung. Die CarboLight Bridge weist eine Länge von 9,5 m auf und wurde als filigranes Bauwerk aus zwei leicht geneigten V-Stützen, einem dreiteiligen Überbau und einem Konstruktionsgewicht von nur 2,1 t konzipiert. Entwickelt und umgesetzt wurde das Projekt an der TU Dresden.

Dass es sich hierbei um eine ganz besondere Konstruktion handelt, zeigte sich im Rahmen des fib Kongresses. Die renommierte Tagung gilt als wichtiges Zusammentreffen von Wissenschaftler:innen im Bereich der Betonforschung. Die Brücke erhielt gleich zwei Auszeichnungen: den Sonderpreis Exceptional Recognition im Wettbewerb „Award for Outstanding Concrete Structures“ sowie den Innovation Award 2022 in der Kategorie „Structures“ für das Paper „An ultra-light Carbon Concrete Bridge: From Design to Realisation“ der Autoren Marc Koschemann, Iurii Vakaliuk und Manfred Curbach. Professor Curbach wurde zudem als fib-fellow 2022 der fib – Fédération internationale du béton ausgezeichnet.

Nach der Sanierung des Deutschen Museums ist auch die Ausstellung zum Deutschen Zukunftspreis mit den Darstellungen der Innovationen, die mit dem Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation ausgezeichnet wurden, wieder zugänglich. Dort steht – und ebenso ungewöhnlich – ein Modul aus Carbonbeton und verdeutlich auf andere Weise die Möglichkeiten des Materials. Auch diese mithilfe des Teams der TU Dresden realisierte Präsentation aus Carbonbeton liefert den Beweis dafür, dass mit diesem innovativen Baustoff gestalterisch und konstruktiv hoch-anspruchsvolle Formen umgesetzt werden können. Weitere Informationen zur Herstellung des Materials sind dort zu finden, mit den Statements der Preisträger erfahren die Besucher:innen viel über den Weg von der Idee zum Erfolg.

Beide Gestaltungen sind ab jetzt täglich vom 9.00 bis 17.00 Uhr im Deutschen Museum in München zu besichtigen.

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