Nominiert für den Deutschen Zukunftspreis 2018: Team III - bietet Lösungen für eine nachhaltige Energiewirtschaft

Hier die Statements zum Projekt „Flüssige Wasserstoffspeicher – Wegbereiter einer zukünftigen Wasserstoffgesellschaft“.

Anmoderation:
Die Energiewende gehört zu den größten Herausforderungen derzeit in Deutschland. Ehemalige Zielgrößen können nicht erreicht werden, wesentliche Infrastrukturfragen sind noch nicht geklärt. Mit der Innovation eines Teams, das jetzt für den Deutschen Zukunftspreis nominiert worden ist, kommt nun aber ein Player mit erstaunlichen Lösungsansätzen in den Markt, der eigentlich schon totgesagt war.

Beitrag:
Wasserstoff – welche Hoffnungen waren damit schon verbunden? Aber auch wie viele gescheiterte Business-Modelle? Drei Erlanger Forscher sorgen nun für ein Comeback. Ihnen gelang es nämlich, den hochexplosiven Stoff in einer Flüssigkeit zu binden und bei Bedarf wieder zu entnehmen. Mit dem Ergebnis, dass die Jury des Deutschen Zukunftspreises das Projekt dieses Jahr auf die Nominierten-Liste nahm.

O-Ton Prof. Ulrich Bruhnke
„Wasserstoff ist natürlich mit die sauberste Form eines Energieträgers, weil das Abfallprodukt dann Wasser, Wasserdampf ist. Das ist der Traum der Menschheit, das zu realisieren. Aber Wasserstoff selbst ist gefährlich. Und jetzt eine Möglichkeit zu finden, den Wasserstoff zu speichern, ist hochinteressant.“

Viele offene Fragen der Vergangenheit scheinen in der Tat gelöst. Der gebundene Wasserstoff lässt sich ungefährlich transportieren, ist nicht aufwendig einer Kühlung oder Kompression zu unterziehen. Bestehende Infrastrukturen könnten genutzt werden. Und: Wasserstoff könnte eine der Speicher-Technologien der Zukunft sein. Ausreichend Argumente für starkes Wachstum, wie Daniel Teichmann vom Nominierten-Team berichtet.

O-Ton Dr.-Ing. Daniel Teichmann
„Also wir sind jetzt in den letzten Jahren – Stand heute – auf so 65-70 Mitarbeiter angewachsen, alle vor Ort in Erlangen, die meisten relativ hochqualifizierte Absolventen der Universitäten, aber auch Facharbeiter. Nichtsdestotrotz glauben wir, dass es ein Produkt für die Weltmärkte ist, was natürlich auch entsprechende Marktaktivitäten in anderen Ländern beinhaltet.“

Nächstes Ziel ist es, die wasserstoffreiche Trägerflüssigkeit in Schiffen, Zügen, LKW und Bussen als emissionsfreien Treibstoff zu nutzen. Die Verwirklichung einer Vision ist näher als vielleicht je zuvor, die Nominierung für den Deutschen Zukunftspreis für die Forscher aus Erlangen ein wichtiger Schritt.

O-Ton Prof. Dr. rer. nat. Peter Wasserscheid
„Wir arbeiten ja an einer Technologie, die ein Schlüsselelement einer zukünftigen Wasserstoffgesellschaft sein könnte. Das ist jetzt ein Ansporn, da weiter zu machen und tatsächlich einen großen Beitrag leisten zu können, um eben emissionsfreie Energieversorgung realisieren zu können.“

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