
Der Besuch von Ausstellungen kann durch digitale Informationssysteme noch erlebnisreicher werden. Wie aber müssen solche Systeme gestaltet sein, damit die Besucher alle gewünschten Informationen erhalten und sich dennoch frei bewegen können?
Die Lösung dafür bietet eine Technologie, die Rolf Meyer und Wolfgang Niehoff von der Sennheiser electronic GmbH & Co. entwickelt haben. Rolf Meyer ist Geschäftsführer für Marketing und Vertreib bei dem Unternehmen aus Wedemark, Wolfgang Niehoff leitet als Direktor die Forschung bei Sennheiser.
guidePORT geruht auf einer neuartigen Verkettung von verschiedenen Funk- und Identifikationssystemen - kombiniert mit einer zeitlich ineinander geschachtelten Informationsübertragung. In einem PC sind zum Beispiel alle zu einer Ausstellung gehörenden Informationen gespeichert. Außerdem ist der gesamte Ausstellungsbereich in „Audiozellen“ unterteilt, in denen Sender alle Informationen über den jeweiligen Teil der Ausstellungsfläche abstrahlen. Die ausgestellten Exponate sind mit einem sogenannten „Identifier“ ausgestattet.
Das System kann für unterschiedlich komplexe gesprochene Informationen in bis zu 32 Sprachen sowie für das Übermitteln von Bildern genutzt werden. Es überträgt nicht nur Informationen an die Besucher, sondern erlaubt auch den Betreibern zu verfolgen, wohin sich die Ausstellungsbesucher bewegen. Außerdem lassen sich die Menschen durch kurzfristig eingespielte Texte, etwa Sicherheitshinweise, gezielt leiten. Derzeit entwickelt Sennheiser guidePORT zu einem universellen Informationssystem für Städte, Krankenhäuser und Behörden weiter.
Das Vorschlagsrecht zum Deutschen Zukunftspreis obliegt den führenden deutschen Einrichtungen aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie Stiftungen.
Das Projekt „Der persönliche elektronische Tour-Assistent“ wurde vom Bundesverband der Deutschen Industrie vorgeschlagen.