
Peter Gruss und Herbert Jäckle legten mit einem neuartigen therapeutischen Konzept die Basis dafür, dass das bald bei etlichen Krankheiten gelingen könnte. Peter Gruss ist Direktor der Abteilung Molekulare Zellbiologie am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen, Herbert Jäckle steht der Abteilung Molekulare Entwicklungsbiologie als Direktor vor.
Der erwachsene Körper setzt sich aus Hunderten von spezifischen Zelltypen zusammen. Sie bilden sich zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Stellen während der Embryonalentwicklung und finden sich später zu funktionsfähigen Organen zusammen. Grundlegende Studien auf dem Gebiet der Molekulargenetik und der Entwicklungsbiologie, etwa am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, bildeten die Voraussetzung für ein Verständnis der molekularen Schaltprozesse, die bei der Embryonal-Entwicklung ablaufen. Dieses Verständnis ermöglichte die Entwicklung völlig neuer Therapiekonzepte.
Das innovative therapeutische Konzept verspricht Heilungschance für eine Vielzahl von Krankheiten: neben Diabetes beispielsweise auch bei Leberdefekten und Fettleibigkeit (Obesitas). Zur Entwicklung marktfähiger Produkte gründeten die Forscher die DeveloGen AG. Ein Medikament dieses Unternehmens zur Behandlung von Diabetes Typ 1 hat 2005 die zweite Phase der klinischen Tests abgeschlossen.
Das Vorschlagsrecht zum Deutschen Zukunftspreis obliegt den führenden deutschen Einrichtungen aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie Stiftungen.
Das Projekt „Molekularbiologische Verfahren für innovative Therapien - Entwicklungsbiologie als Basis innovativer Therapien zur Behandlung von Krankheiten“ wurde von der Max-Planck-Gesellschaft vorgeschlagen.
