Der moderne Mensch, der - wie überall beschrieben - in einer Kommunikationsgesellschaft lebt, erwartet eigentlich, daß er sich unterwegs so umfassend informieren kann wie im Büro und gleich gut unterhalten wird wie zu Hause.
Für Musik und Sprache klappt das ganz gut: UKW Übertragung (qualitativ zwar keineswegs in CD-Wiedergabe-Qualität) und Mobiltelefonie erfüllen die Bedürfnisse.
In einer langjährigen Entwicklung gelang es uns, dieses uralte Problem der ungenügenden aktuellen Versorgung mit Bildern und - damit verwandt - Informationen hoher Datenrate in bewegte Fahrzeuge hinein technisch erfolgreich zu lösen.
Die Technik der sicheren Bewegtbildübertragung in schnelle Fahrzeuge setzen wir in Deutschland erstmals auf der Bahnstrecke zwischen Frankfurt/Main und Saarbrücken ein. Dies ist ein Projekt der Robert Bosch Multimedia GmbH & Co mit der Deutschen Bahn AG und der Deutschen Telekom AG.
Sie ist eine Kombination neuartiger, digitaler Signalverarbeitungsmethoden zu einem neuen, rein digital arbeitenden Rundfunkverfahren, mit dem man eben Ton, Text, Daten, Musik, Stand- und Bewegtbilder problemlos übertragen kann. Wir haben diese Weiterentwicklung des digitalen Hör-Rundfunks (Digital Audio Broadcasting = DAB) zu einem umfassenden Dienst „Digital Multimedia Broadcasting“ (DBM) benannt.
Das umfassende Angebot an Ton- und Bildsendungen, zukünftig auch von Internet-Abrufen bietet dem Fahrgast viele Informationsmöglichkeiten. Für die Programmanbieter ist es eine reizvolle Aufgabe, dieses neue Medium mit interessanten Angeboten für den kurzfristig verweilenden Nutzer attraktiv zu gestalten.
Weitere Installationen der Technik sind inzwischen von uns auch im Ausland realisiert worden, zusätzliche Projekte sind für 1999 schon vertraglich fest vereinbart. Ausgehend von solchen Erfolgen rechnen wir mit einer raschen Verbreitung des Verfahrens - nicht nur in Zügen des Nahverkehrs, sondern auch in Autos, in U- und S- Bahnen, in Bussen und in Straßenbahnen.
Wir sind sicher, wir werden bald im Nahverkehr vieler Städte, in Fernverkehrszügen, Bussen und Kraftfahrzeugen, im In- und Ausland dieses neue Medium sehen und erleben.
Das Vorschlagsrecht zum Deutschen Zukunftspreis obliegt den führenden deutschen Einrichtungen aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie Stiftungen.