
Prof. Dr. rer. nat. Maria-Regina Kula (Sprecherin)
Prof. Dr. rer. nat. Martina Pohl
Institut für Enzymtechnologie der
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
im Forschungszentrum Jülich
Mithilfe von biologischen Molekülen lassen sich Grundstoffe für Medikamente umweltschonend herstellen. Doch wie schafft man es, diese Enzyme effizient und kostengünstig einzusetzen?
Maria-Regina Kula und Martina Pohl legten dafür die Basis. Maria-Regina Kula war bis vor kurzem Professorin und Direktorin des Instituts für Enzymtechnologie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Martina Pohl arbeitete dort bis zum Jahr 2000 als Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Enzymtechnologie, wo sie die Arbeitsgruppe „Proteindesign“ leitete.
Besonders interessant sind Enzyme, die Redoxreaktionen katalysieren können. Dazu benötigen sie aber die Hilfe kleinerer Moleküle, der Kofaktoren. Doch die werden bei der Reaktion verbraucht und müssen laufend nachgeliefert werden. Das macht die Nutzung von Redox-Enzymen unwirtschaftlich.
Verfahren, die die FDH nutzen, sind mittlerweile weit verbreitet. So werden sie von der Degussa AG zur Produktion von Aminosäuren verwendet, die dazu dienen, Medikamente gegen AIDS herzustellen. Die weltweite biotechnische Jahresproduktion von Aminosäuren hat bereits die Millionen-Tonnen-Grenze überschritten. 2010 werden voraussichtlich rund 20 Prozent der gesamten Chemieindustrie auf der Nutzung biotechnologischer Prozesse basieren.
Das Vorschlagsrecht zum Deutschen Zukunftspreis obliegt den führenden deutschen Einrichtungen aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie Stiftungen.
Das Projekt „Sanfte Chemie mit biologischen Katalysatoren“ wurde von der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren vorgeschlagen