
Einen Weg, um deutlich lichtstärkere LEDs als bisher herzustellen, fanden Klaus Streubel, Stefan Illek und Andreas Bräuer mithilfe der Dünnfilmtechnologie sowie spezieller Gehäuse und Optiken. Klaus Streubel leitet die Abteilung Conceptual Engineering bei der Osram Opto Semiconductors GmbH in Regensburg, wo auch Stefan Illek als Entwicklungsingenieur arbeitet. Andreas Bräuer ist Leiter der Abteilung Mikrooptische Systeme am Jenaer Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik.
Dem Team um Streubel und Illek gelang es, mit der Dünnfilmtechnologie die Leistungsfähigkeit von LED-Chips deutlich zu steigern. Der Trick: Ein Metallreflektor in dem Chip führt zu einer höheren Effizienz und sorgt für einzigartige Eigenschaften. Die Dünnfilmtechnologie ermöglicht es, effiziente und großflächige LED-Chips herzustellen, die sehr viel mehr Licht erzeugen als bislang möglich. Die Osram-Forscher entwickelten neue Gehäuse, in denen auch verschiedenfarbige Chips kombiniert werden können. So entstehen Hochleistungs-LEDs, deren Licht sich zu jedem gewünschten Farbton oder zu weißem Licht mischen lässt. Bräuer und sein Team schufen eine Spezialoptik, die das erzeugte Licht sammelt und, je nach Anforderung bei der Anwendung, zu einem Strahlprofil formt.
Marktforscher prognostizieren für Hochleistungs-LEDs bis 2012 ein Umsatzwachstum von durchschnittlich 20 Prozent pro Jahr auf über 11 Milliarden US-Dollar. Um für diesen Boom gerüstet zu sein, baut Osram Opto Semiconductors seine Fertigungsstandorte für LEDs aus und investiert dafür dreistellige Millionen-Euro-Beträge.
Das Vorschlagsrecht zum Deutschen Zukunftspreis obliegt den führenden deutschen Einrichtungen aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie Stiftungen.
Das Projekt „Licht aus Kristallen - Leuchtdioden erobern unseren Alltag“ wurde von der Fraunhofer-Gesellschaft eingereicht.