
Entscheidend dafür ist es, Wege zu finden, um den Ertrag der Felder und Plantagen zu steigern. Hubert Sauter und Klaus Schelberger brachten dieses Bemühen einen großen Schritt voran. Ihr Ziel ist der Schutz der angebauten Pflanzen vor Pilzkrankheiten - wie Rost in Sojabohnen, Spelzenbräune in Getreide oder Mehltau in Weinreben. Hubert Sauter war bis 2004 wissenschaftlicher Direktor bei der BASF AG im Forschungsbereich Fungizide, Klaus Schelberger leitete bei dem Ludwigshafener Konzern bis 2003 die biologische Entwicklung von Fungiziden.
Ausgangspunkt für die Entwicklung des neuen Wirkstoffs namens F 500 war eine Entdeckung, die Wissenschaftler beim Studium des Kiefernzapfenrüblings machten. Der unscheinbare kleine Waldpilz hält im Konkurrenzkampf um das Nahrungsangebot im Waldboden andere Pilze auf Distanz, indem er eine natürliche pilztötende Substanz produziert und absondert: Strobilurin A. Indem sie die chemische Struktur dieses Stoffs veränderten, synthetisierten die BASF-Forscher im Labor das F 500. Als Pflanzenschutzmittel, für das ein natürlicher Inhaltsstoff eines Pilzes als Vorbild dient, ist diese Substanz ein Novum.
2002 brachte die BASF das vielseitige Fungizid auf den Markt. Seitdem ist es in vielen Teilen der Erde zur führenden Waffe im Kampf gegen Pilzerkrankungen geworden: zum Beispiel in Südamerika, wo um 2002 erstmals der Asiatische Sojarost auftrat - eine Krankheit, die in manchen Regionen die gesamte Ernte bedrohte. Durch den Einsatz von F 500 konnten die Farmer die Pilzkrankheit jedoch erfolgreich eindämmen.
Das Vorschlagsrecht zum Deutschen Zukunftspreis obliegt den führenden deutschen Einrichtungen aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie Stiftungen.
Das Projekt „Grün, gesund und ertragreich. F 500 - Pflanzengesundheit durch Chemie nach dem Vorbild der Natur“ wurde vom Bundesverband der Deutschen Industrie vorgeschlagen.