
Mit der künstlichen Leber MARS, die Stephan Aldinger, Steffen Mitzner und Jan Stange entwickelt haben, ist das möglich. Sie entfernt wasserunlösliche Giftstoffe - die Lebertoxine - aus dem Blut von Patienten mit Leberversagen. Stephan Aldinger ist Mitglied des Vorstands der TERAKLIN AG, Steffen Mitzner leitet die Arbeitsgemeinschaft Extra-korporale Detoxikation und das Endotoxinlabor an der Klinik für Innere Medizin der Universität Rostock, Jan Stange ist dort Arzt an der Klinik für Innere Medizin.
Da es sich dabei um ein Blutwäscheverfahren handelt, lässt sich das Blut mit der herkömmlichen Dialysetechnik befördern. Die Aufbereitung der Reinigungsflüssigkeit steuert der MARS-Monitor, der als Zusatzgerät damit gekoppelt ist.
Der Bedarf für die künstliche Leber ist groß, denn weltweit gibt es mehr Patienten mit einer Leber- als mit einer Nierenerkrankung. Die neu gegründete TERAKLIN AG vermarktet die an der Universität Rostock entwickelte Therapielösung. Ziel ist es, die künstliche Leber MARS zu einer Standardtherapie bei Leberversagen zu machen. Die bisherigen Behandlungen haben gezeigt, dass die Überlebenswahrscheinlichkeit der Patienten durch das neue Verfahren steigt und sich ihre Lebensqualität deutlich verbessert. Eine Reihe von Lebertransplantationen, die sonst erforderlich gewesen wären, ließ sich dadurch vermeiden.
Das Vorschlagsrecht zum Deutschen Zukunftspreis obliegt den führenden deutschen Einrichtungen aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie Stiftungen.
Das Projekt „Künstliche Leber durch Rezirkulation molekularer Adsorber“ wurde vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag vorgeschlagen.