Preisträger 2003

Dr. Kazuaki Tarumi, Dr. Melanie Klasen-Memmer und Dr. Matthias Bremer von der Merck KGaA erhielten den Deutschen Zukunftspreis 2003 für die Entwicklung von chemischen Substanze, die in der TV Produktion ihre Anwendung finden: Neue Flachbildschirme großformatige auf Flüssigkristall-Basis eroberten den Markt und beeindrucken durch eine gute Bildqualität.

Das Team um Dr. Tarumi hat an dieser Entwicklung entscheidenden Anteil: Es hat seit Mitte der 90er Jahre systematisch zahlreiche flüssigkristalline Substanzen synthetisiert, verbessert und in immer wieder neuen Mischungen getestet - bis Flüssigkristall-Mischungen gefunden waren, die es ermöglichten, die neuen großen LCD-Fernsehbildschirme zu realisieren.

Flüssigkristalle sind stäbchenförmige Moleküle, die sich in Schichten parallel zueinander orientieren. Unter dem Einfluss einer elektrischen Spannung lässt sich die Ausrichtung verändern. In einer transparenten Zelle verändert eine Schicht aus Flüssigkristallen durch Anlegen elektrischer Spannung ihre Orientierung so, dass kein Licht mehr durchgelassen wird. Liegt keine Spannung an, nehmen die Flüssigkristalle ihre ursprüngliche Anordnung wieder ein.

Dabei können die für Displays notwendigen Eigenschaften nicht durch eine einzige flüssigkristalline Substanz realisiert werden. Meist kommen Mischungen aus 20 bis 30 Komponenten zum Einsatz. Die Herausforderung besteht darin, dieses „Bouquet“ so aufeinander abzustimmen, dass es den Anforderungen der Elektronikhersteller genügt.

Bereits 2005 hat Merck mit Flüssigkristallen einen Umsatz von rund 740 Millionen Euro erzielt. Zu den bereits über 2500 erteilten Patenten für Materialien, Mischungen und Display-Anwendungen kommen jährlich etwa 100 neue Patente dazu.

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