Preisträger 1998

Den Deutschen Zukunftspreis 1998 erhielt Prof. Dr. rer. nat. Peter Grünberg vom Forschungszentrum Jülich für seine grundlegenden Arbeiten zur Entdeckung des GMR-Effektes.

Aus der Erklärung des Bundespräsidialamtes 1998:

Der 1997 mit großem Erfolg und breiter öffentlicher Resonanz ins Leben gerufene Deutsche Zukunftspreis ist Teil einer umfassenden Initiative des Bundespräsidenten, die darauf zielt, das Klima für technische Innovation in Deutschland an der Schwelle zum 21. Jahrhundert, zu verbessern.

Mit der Autorität seines Amtes will der Bundespräsident unserer gesamten Gesellschaft einen Anstoß geben, Innovationsfähigkeit als entscheidende Voraussetzung für unser künftiges Wohlergehen zu begreifen.

Der Deutsche Zukunftspreis zeichnet eine Einzelperson oder Personengruppe für eine hervorragende technische, ingenieur- oder naturwissenschaftliche Innovation aus. Die gesicherte Anwendungs-möglichkeit, verbunden mit uneingeschränkter Marktfähigkeit sowie eine nachhaltige Schaffung von Arbeitsplätzen bei der Umsetzung - vornehmlich in Deutschland - sind herausragende Kennzeichen der prämierten Leistung.

Die für den Deutschen Zukunftspreis 1998 nominierten Projekte belegen, dass in unserem Land komplexe wissenschaftliche Fragestellungen gelöst und in marktrelevante, zukunftsorientierte Produkte umgesetzt werden. Sie sind auch im internationalen Vergleich einmalig oder dienen als Basis globaler Weiterentwicklungen. Eine hochkarätige Jury aus Wissenschaft und Wirtschaft bestimmt den Preisträger aus dem Kreis der Vorschläge, die von führenden deutschen Einrichtungen aus Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft eingereicht werden.

Obwohl erst 1997 initiiert, hat die Auszeichnung innovativer wissenschaftlicher Leistungen und der Menschen, die dahinter stehen, bereits mit zur Verbesserung des vom Bundespräsidenten eingeforderten technik- und wissenschaftsfreundlichen Klimas beigetragen.

Gemeinsam mit anderen Initiativen, die eine kontinuierliche Brücke zwischen Wissenschaft und Forschung, deren Umsetzung und dem Markt bauen, fördert der Deutsche Zukunftspreis Neugier und Interesse, ein neues Verständnis und die Akzeptanz technologischer Leistungen in unserer Gesellschaft.

2007 erhielt Peter Grünberg gemeinsam mit dem Franzosen Albert Fert den Nobelpreis für Physik. Sie hatten 1988 - unabhängig voneinander – den bis dahin unbekannten Riesenmagneto-Widerstand (Giant Magnetoresistance - kurz GMR) entdeckt, der in fast allen Computer-Festplatten genutzt wird. Die Entdeckung des GMR-Effekts hat zudem zu einem neuen Forschungsgebiet in der Grundlagenforschung der Physik geführt, der Spintronik.

www.nobelprize.org/mediaplayer/index.php?id=782&view=1

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