Persönlicher elektronischer Tour-Assistent

(f.l.t.r.) Dr.-Ing. Wolfgang Niehoff, Dipl.-Ing. Rolf Meyer

Dipl.-Ing. Rolf Meyer (Spokesperson)
Dr.-Ing. Wolfgang Niehoff

Sennheiser electronic GmbH & Co. KG, Wedemark

Der Besuch von Ausstellungen kann durch digitale Informationssysteme noch erlebnisreicher werden.

Wie aber müssen solche Systeme gestaltet sein, damit die Besucher alle gewünschten Informationen erhalten und sich dennoch frei bewegen können?

Die Lösung dafür bietet eine Technologie, die Rolf Meyer und Wolfgang Niehoff von der Sennheiser electronic GmbH & Co. entwickelt haben. Rolf Meyer ist Geschäftsführer für Marketing und Vertreib bei dem Unternehmen aus Wedemark, Wolfgang Niehoff leitet als Direktor die Forschung bei Sennheiser.

Funktechnik für individuelle Informationen

Der Komfort digitaler Informationsverarbeitung ist im beruflichen Leben inzwischen selbstverständlich. In der Freizeit bauen die meisten Menschen dagegen oft noch auf traditionelle Informationssysteme. Meyer und Niehoff wollten das ändern. Sie setzten sich zum Ziel, ein innovatives Besucherführungssystem für Ausstellungen zu schaffen, das sich individuell an die Besucher anpasst, mehrsprachig ist und die Nutzer nicht in ihrer Bewegungsfreiheit einschränkt. Als Ergebnis der Arbeit der beiden nominierten Forscher ist guidePORT entstanden - ein digitales, auf Funktechnik basiertes Besucherführungssystem.

guidePORT geruht auf einer neuartigen Verkettung von verschiedenen Funk- und Identifikationssystemen - kombiniert mit einer zeitlich ineinander geschachtelten Informationsübertragung. In einem PC sind zum Beispiel alle zu einer Ausstellung gehörenden Informationen gespeichert. Außerdem ist der gesamte Ausstellungsbereich in „Audiozellen“ unterteilt, in denen Sender alle Informationen über den jeweiligen Teil der Ausstellungsfläche abstrahlen. Die ausgestellten Exponate sind mit einem sogenannten „Identifier“ ausgestattet.

An jedem Ort die passenden Erklärungen

Nähert sich ein Besucher dem Exponat, wählt der „Identifier“ die Information aus, die zu dem Objekt gehört. Damit ihm diese immer sofort und von Anfang an zur Verfügung steht, wird der Beginn der Information komprimiert und in kurzen Abständen immer wieder gesendet. Die Zeit, in der dieser Teil der Erklärungen beim Besucher abgespielt wird, nutzt das System, um den Rest der Information zu finden und abzuspielen: Dadurch erhalten alle Besucher an jedem Punkt der Ausstellung die von ihnen gewünschte Daten und Kommentare.

Das System kann für unterschiedlich komplexe gesprochene Informationen in bis zu 32 Sprachen sowie für das Übermitteln von Bildern genutzt werden. Es überträgt nicht nur Informationen an die Besucher, sondern erlaubt auch den Betreibern zu verfolgen, wohin sich die Ausstellungsbesucher bewegen. Außerdem lassen sich die Menschen durch kurzfristig eingespielte Texte, etwa Sicherheitshinweise, gezielt leiten. Derzeit entwickelt Sennheiser guidePORT zu einem universellen Informationssystem für Städte, Krankenhäuser und Behörden weiter.