Im Rahmen der „Wintervorträge“ des Deutschen Museums stellten sich die Nominierten des Deutschen Zukunftspreises 2009 in München den Fragen der interessierten Öffentlichkeit. Der Generaldirektor des Deutschen Museums, Prof. Dr. Wolfgang M. Heckl, moderierte den Abend, die Nominierten berichteten in ihren Kurzvorträgen über die Entwicklung der Projekte und den Weg in die wirtschaftliche Umsetzung. Dieser Schritt – von der Innovation zum Produkt – ist eine wesentliche Voraussetzung, in die engere Wahl für den Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation zu kommen.
Dr. Dagmar Kubitza, die das Team der Bayer Schering AG vertrat, hob hervor, dass der Wirkstoff Rivaroxaban der erste zugelassene orale direkte Faktor-Xa-Inhibitor sei. Er zeichne sich durch einen neuartigen Wirkmechanismus aus und sei in seiner ersten zugelassenen Indikation (Hüft- und Kniegelenksersatz-Operationen) bei vergleichbarem Sicherheitsprofil der bisherigen Standardtherapie in seiner Wirksamkeit überlegen.
Unter der Leitung von Dr. Hans-Jürgen Wildau, , hat die BIOTRONIK SE eine weltweit einzigartige Technologie entwickelt: Home Monitoring setzt auf eine automatische Kommunikation zwischen einem Herzschrittmacher oder implantierten Defibrillator (ICD) und einer Datenzentrale.
Dr. Wildau, der für die zweite Nominierung steht, berichtete in München ganz aktuell von weiteren Fortschritten in der Umsetzung des Projektes BIOTRONIK Home Monitoring ®, das soeben - nach den USA - nun auch die europaweite Zulassung für den sicheren Ersatz von Nachsorge-Untersuchungen durch den Einsatz des ‚Gesundheitsreporters’ CardioMessenger erhielt.
Professor Dr. Volker Wittwer, Sprecher des Gemeinschaftsprojektes des Fraunhofer-Institutes für Solare Energiesysteme ISE und der BASF SE, wies auf die Notwendigkeit konsequenter Ressourcenschonung in Hinblick auf die Klimaschutzziele der EU hin. Sein Team hat dazu eine bestechend einfache Lösung auf der Basis von Latentwärmespeichern erarbeitet und in den Markt gebracht.
Bundespräsident Horst Köhler wird das Gewinnerteam des Deutschen Zukunftspreises am 2. Dezember 2009 in Berlin bekanntgeben. Das preisgekrönte Projekt wird Anfang 2010 in die „Hall of Fame“ des Deutschen Zukunftspreises - die Dauerausstellung zu den preisgekrönten Projekten - im Deutschen Museum in München einziehen.
