Preis des Bundespräsidenten
für Technik und Innovation

Hohe Ehrung für Professor Dr. Peter Gruss:
Der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft und
Preisträger des Deutschen Zukunftspreises 1999
erhält das Bundesverdienstkreuz erster Klasse.

Professor Dr. Peter Gruss, seit 2002 Präsident der Max Planck Gesellschaft, erhielt am 5. Oktober 2009 das Bundesverdienstkreuz erster Klasse.

Bundespräsident Horst Köhler würdigt damit die von Gruss geleistete Profilierung der Max-Planck-Gesellschaft, die sich heute zu den führenden Forschungseinrichtungen der Welt zählen kann. Zudem wird das Engagement von Peter Gruss als Mittler zwischen Wissenschaft und Wirtschaft anerkannt. Als Mitglied zahlreicher Gremien - darunter das Kuratorium des Deutschen Zukunftspreises - trägt Professor Gruss erheblich zur Stärkung des Wissenschaftsstandortes Deutschland bei.

Der Molekularbiologe Gruss, der zuvor lange Jahre Direktor des Max-Plack-Institutes für biophysikalische Chemie in Göttingen war, erhielt für die anwendungsorientierte Umsetzung von Ergebnissen aus der Grundlagenforschung gemeinsam mit seinem Kollegen Professor Dr. Herbert Jäckle bereits 1999 den Deutschen Zukunftspreis.

Den beiden Forschern war es, ausgehend von Experimenten an der Fruchtfliege Drosophila, gelungen, eine Reihe von Schalter-Genen zu beschreiben, die - auch beim Menschen - für die Bildung von Organen ausschlaggebend sind. Gruss und Jäckle konnten so die Insulin-produzierenden Inselzellen dazu bringen, sich zu regenerieren. Daraus wurde in einer Ausgründung ein Konzept zur Behandlung von Diabetes und Fettleibigkeit entwickelt.